Wolfgang Skischally beleuchtet den Einfluss von Lichtqualität auf den Alltag.
Licht ist weit mehr als nur ein Mittel zur Helligkeit, es beeinflusst unseren Tagesrhythmus und unser Wohlbefinden. Fachleute wie Wolfgang Skischally weisen darauf hin, dass die Qualität künstlicher Beleuchtung in modernen Wohnräumen oft unterschätzt wird. Faktoren wie Farbtemperatur, Blaulichtanteil und Flimmern spielen eine wichtige Rolle. Besonders am Abend kann ungünstiges Licht den natürlichen Schlafrhythmus stören. Wer die Eigenschaften von Lichtquellen kennt, kann seine Beleuchtung bewusster gestalten. Eine durchdachte Lichtgestaltung unterstützt den natürlichen Biorhythmus und das Wohlbefinden.
Seit dem Übergang von der Glühlampe zu modernen LED-Leuchtmitteln hat sich die Beleuchtung in Wohnräumen grundlegend verändert. Wolfgang Skischally erläutert, dass LED-Technik zwar energieeffizient und langlebig ist, aber je nach Ausführung sehr unterschiedliche Lichteigenschaften aufweist. Während das natürliche Tageslicht über den Tag hinweg seine Farbe und Intensität verändert, bleibt künstliches Licht oft konstant und entspricht nicht immer den Bedürfnissen des menschlichen Körpers. Besonders der Blaulichtanteil im Licht spielt eine wichtige Rolle, da er die innere Uhr beeinflusst. Tagsüber wirkt blauhaltiges, kühles Licht aktivierend und förderlich für die Konzentration. Am Abend hingegen kann derselbe Lichtanteil die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin hemmen und so das Einschlafen erschweren. Hinzu kommt das Phänomen des Flimmerns, das bei manchen Leuchtmitteln auftritt und nicht immer bewusst wahrgenommen wird.
Die Farbtemperatur des Lichts
Ein zentrales Merkmal jeder Lichtquelle ist ihre Farbtemperatur. Wolfgang Skischally erklärt, dass diese in Kelvin angegeben wird und beschreibt, ob ein Licht eher warm und gelblich oder kühl und bläulich wirkt. Die Wahl der richtigen Farbtemperatur hat großen Einfluss auf die Atmosphäre und Wirkung eines Raumes.
Warmweiß, neutralweiß und tageslichtweiß
Lichtquellen werden grob in verschiedene Farbtemperaturbereiche eingeteilt. Skischally weist darauf hin, dass warmweißes Licht mit niedrigen Kelvinwerten eine gemütliche, entspannende Wirkung hat. Neutralweißes Licht wirkt sachlich und ist für Arbeitsbereiche geeignet. Tageslichtweißes Licht mit hohen Kelvinwerten ist sehr kühl und aktivierend. Jeder Bereich hat seine Berechtigung, je nachdem, welche Wirkung in einem Raum gewünscht ist.
Die richtige Farbtemperatur für jeden Raum
Die Wahl der Farbtemperatur sollte sich nach der Nutzung des Raumes richten. Folgende Zuordnung bietet eine Orientierung:
- Wohn- und Schlafzimmer profitieren von warmweißem, gemütlichem Licht
- Küche und Arbeitsbereiche vertragen neutralweißes Licht für gute Sicht
- Arbeitszimmer können tagsüber von kühlerem, aktivierendem Licht profitieren
- Bad je nach Nutzung mit neutralem Licht für Spiegel und Pflege
- Flure und Nebenräume mit angenehmem, nicht zu kühlem Licht
Wolfgang Skischally betont, dass besonders im Schlafbereich und für die Abendstunden warmweißes Licht zu bevorzugen ist.
Anpassung an die Tageszeit
Moderne Beleuchtungssysteme erlauben es, die Farbtemperatur an die Tageszeit anzupassen. Skischally erläutert, dass tagsüber kühleres und abends wärmeres Licht dem natürlichen Verlauf des Tageslichts nachempfunden ist. Diese Anpassung unterstützt den natürlichen Rhythmus des Körpers. Wer keine solchen Systeme nutzt, kann stattdessen mit unterschiedlichen Leuchtmitteln in verschiedenen Räumen arbeiten.
Wolfgang Skischally: Der Blaulichtanteil und die innere Uhr
Besondere Aufmerksamkeit verdient der Blaulichtanteil im künstlichen Licht. Wolfgang Skischally von Wellness Sanofit erklärt, dass blaues Licht eine direkte Wirkung auf die innere Uhr des Menschen hat und damit den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst. Dieser Zusammenhang ist wissenschaftlich gut untersucht.
Wie Blaulicht auf den Körper wirkt
Das menschliche Auge enthält spezielle Rezeptoren, die besonders auf blaues Licht reagieren. Skischally weist darauf hin, dass diese Rezeptoren dem Gehirn signalisieren, ob es Tag oder Nacht ist. Blaues Licht signalisiert Tag und hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Tagsüber ist dieser Effekt erwünscht, da er wach und aufmerksam macht. Am Abend hingegen kann er das Einschlafen erschweren.
Bildschirme als Blaulichtquelle
Neben der Raumbeleuchtung sind auch Bildschirme eine wichtige Quelle für blaues Licht. Wolfgang Skischally erläutert, dass Smartphones, Tablets, Computer und Fernseher am Abend besonders kritisch sind, da man sie meist aus geringer Entfernung betrachtet. Die intensive Nutzung dieser Geräte kurz vor dem Schlafengehen kann den Schlafrhythmus stören. Viele Geräte bieten inzwischen einen Nachtmodus, der den Blaulichtanteil am Abend reduziert.
Maßnahmen für den Abend
Um den natürlichen Rhythmus zu unterstützen, lassen sich am Abend einfache Maßnahmen umsetzen. Wolfgang Skischally von Wellness Sanofit in Widnau empfiehlt, in den Stunden vor dem Schlafengehen auf warmes, gedämpftes Licht umzusteigen und die Bildschirmnutzung zu reduzieren. Auch der Nachtmodus an Geräten und dimmbare Leuchten können helfen. So bereitet sich der Körper auf natürliche Weise auf den Schlaf vor.
Das Phänomen des Flimmerns
Ein weniger bekanntes, aber relevantes Thema ist das Flimmern von Lichtquellen. Wolfgang Skischally erklärt, dass viele Leuchtmittel ein für das bewusste Auge nicht immer wahrnehmbares Flimmern aufweisen, das dennoch eine Wirkung haben kann. Dieses Phänomen hängt mit der Art der Stromversorgung zusammen.
Was Flimmern verursacht
Das Flimmern entsteht, weil viele Leuchtmittel mit dem Wechselstrom des Netzes betrieben werden. Skischally weist darauf hin, dass die Lichtquelle dabei in schneller Folge heller und dunkler wird. Bei hochwertigen Leuchtmitteln mit guter Elektronik ist dieser Effekt minimal, bei einfachen Produkten kann er stärker ausgeprägt sein. Das Auge nimmt das schnelle Flimmern meist nicht bewusst wahr, das Gehirn registriert es jedoch.
Mögliche Auswirkungen
Auch wenn das Flimmern nicht bewusst gesehen wird, kann es sich bemerkbar machen. Wolfgang Skischally erläutert, dass empfindliche Personen über Symptome wie Unruhe, Kopfschmerzen oder schnellere Ermüdung der Augen berichten können. Die individuelle Empfindlichkeit ist dabei sehr unterschiedlich. Da sich Flimmern technisch vermeiden lässt, lohnt es sich, bei der Auswahl von Leuchtmitteln auf flimmerarme Produkte zu achten.
Flimmerarme Beleuchtung wählen
Beim Kauf von Leuchtmitteln lässt sich auf entsprechende Eigenschaften achten. Wolfgang Skischally von der Wellness Sanofit GmbH rät, auf Produkte zu setzen, die als flimmerfrei oder flimmerarm gekennzeichnet sind und über eine hochwertige Elektronik verfügen. Auch der Verzicht auf sehr günstige, einfache Leuchtmittel kann sich lohnen. Eine gute Beleuchtung zahlt sich durch angenehmeres Licht und weniger Belastung aus.
Lichtqualität bewusst gestalten
Neben den einzelnen technischen Aspekten lohnt sich ein ganzheitlicher Blick auf die Beleuchtung. Skischally betont, dass gutes Licht nicht nur eine Frage der Helligkeit ist, sondern aus dem Zusammenspiel von Farbtemperatur, Lichtqualität und der richtigen Anwendung zur richtigen Zeit entsteht. Eine durchdachte Lichtplanung berücksichtigt all diese Faktoren.
Mehrere Lichtquellen kombinieren
Statt eines einzelnen hellen Deckenlichts ist eine Kombination mehrerer Lichtquellen oft angenehmer. Wolfgang Skischally erläutert, dass die Kombination aus allgemeiner Grundbeleuchtung, gezieltem Arbeitslicht und stimmungsvollem Akzentlicht eine flexible und angenehme Atmosphäre schafft. So lässt sich die Beleuchtung je nach Tätigkeit und Tageszeit anpassen. Dimmbare Leuchten erhöhen diese Flexibilität zusätzlich.
Auf Qualität bei Leuchtmitteln achten
Die Qualität der Leuchtmittel macht einen spürbaren Unterschied. Wolfgang Skischally weist darauf hin, dass hochwertige Produkte nicht nur flimmerärmer sind, sondern auch eine bessere Farbwiedergabe bieten. Eine gute Farbwiedergabe sorgt dafür, dass Farben natürlich und angenehm erscheinen. Dieser Aspekt trägt wesentlich zum Wohlbefinden in einem Raum bei und sollte bei der Auswahl beachtet werden.
Gutes Licht für mehr Wohlbefinden
Künstliches Licht ist ein selbstverständlicher Teil des modernen Lebens, dessen Qualität jedoch oft wenig Beachtung findet. Dabei lässt sich Beleuchtung mit etwas Wissen so gestalten, dass sie den natürlichen Rhythmus unterstützt und das Wohlbefinden fördert. Die passende Farbtemperatur für jeden Raum, ein bewusster Umgang mit dem Blaulichtanteil am Abend und die Wahl flimmerarmer Leuchtmittel sind dabei die wichtigsten Stellschrauben. Wer tagsüber für aktivierendes und abends für warmes, gedämpftes Licht sorgt, kommt dem natürlichen Verlauf des Tageslichts nahe. Mit einer durchdachten Lichtgestaltung wird gutes Licht zu einem Beitrag für gesundes Wohnen, ganz im Sinne des sachlichen und praxisnahen Ansatzes, den Wolfgang Skischally vertritt.




