Elektrosmog in Schulen und Kindergärten – Wolfgang Skischally über die digitalisierte Lernumgebung

Digitales Lernen, unsichtbare Belastung – was Wolfgang Skischally dazu sagt.

Tablets, interaktive Whiteboards und flächendeckendes WLAN gehören in vielen Schulen und Kindergärten heute zum Standard. Wolfgang Skischally beobachtet, dass die Digitalisierung von Bildungseinrichtungen die elektromagnetische Belastung für Kinder erheblich verändert hat. Anders als zuhause haben weder Eltern noch Kinder Einfluss auf diese Infrastruktur. Kinder verbringen viele Stunden täglich in diesen Räumen – und das in einer Lebensphase, in der ihr Organismus besonders empfindlich auf Umwelteinflüsse reagiert.

Schulen und Kindergärten sind Orte, an denen Kinder einen Großteil ihres Tages verbringen. Wolfgang Skischally erklärt, dass die zunehmende Digitalisierung dieser Einrichtungen aus baubiologischer Sicht eine neue Dimension der elektromagnetischen Dauerbelastung schafft. Während früher Kreide und Tafel das Klassenzimmer prägten, senden heute zahlreiche Access Points, Tablets und interaktive Displays permanent hochfrequente Signale. Kinder können dieser Umgebung nicht ausweichen – sie sind ihr täglich ausgesetzt, ohne Wahlmöglichkeit und ohne Möglichkeit, die Infrastruktur selbst zu beeinflussen. Das macht Schulen und Kindergärten zu einem Bereich, der besondere Aufmerksamkeit verdient.

Warum Kinder in Schulen besonders im Fokus stehen

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – ihr Organismus befindet sich in einer Phase intensiven Wachstums und Reifens. Wolfgang Skischally erklärt, warum Bildungseinrichtungen aus baubiologischer Sicht besonders sorgfältig betrachtet werden sollten.

Biologische Besonderheiten des kindlichen Organismus

Der kindliche Schädel ist dünner als der eines Erwachsenen, das Gehirngewebe enthält mehr Flüssigkeit und elektrische Felder können tiefer in das Gewebe eindringen. Wolfgang Skischally weist darauf hin, dass internationale Institutionen wie die WHO diese biologischen Besonderheiten als Grund für besondere Vorsorgemaßnahmen bei Kindern nennen. Hinzu kommt, dass Kinder, die heute mit intensiver WLAN-Nutzung in Schulen aufwachsen, über ihre gesamte Lebenszeit eine höhere kumulative Exposition aufweisen werden als frühere Generationen. Dieses langfristige Bild wird in der aktuellen Debatte über Schuldigitalisierung kaum thematisiert.

Lange tägliche Aufenthaltsdauer

Ein entscheidender Faktor ist die Dauer des täglichen Aufenthalts. Wolfgang Skischally erklärt, dass Kinder in Schulen und Kindergärten bis zu acht Stunden täglich in Räumen verbringen, die mit permanentem WLAN ausgestattet sind. Hinzu kommen oft mehrere Access Points pro Raum, die eine gleichmäßige Versorgung aller Geräte sicherstellen sollen. Die Belastung durch WLAN in einem modernen Klassenzimmer ist damit in vielen Fällen deutlich höher als in einem durchschnittlichen Wohnbereich. Wellness Sanofit aus Widnau hat in Bildungseinrichtungen Messungen durchgeführt und dabei regelmäßig Werte festgestellt, die baubiologische Richtwerte für Daueraufenthaltsorte überschreiten.

Wolfgang Skischally: Typische Belastungsquellen in Bildungseinrichtungen

Die elektromagnetische Umgebung in Schulen und Kindergärten unterscheidet sich deutlich von anderen Bereichen. Wolfgang Skischally erklärt, welche Quellen besonders relevant sind und wie sie zusammenwirken.

WLAN-Infrastruktur und Access Points

Die flächendeckende WLAN-Versorgung moderner Schulgebäude erfordert zahlreiche Access Points, die permanent senden. Wolfgang Skischally erklärt, dass diese Geräte oft an der Decke von Klassenzimmern montiert werden – also direkt über den Köpfen der Kinder. Anders als ein Heimrouter, der nachts abgeschaltet werden kann, läuft die Schulinfrastruktur während der gesamten Betriebszeit dauerhaft. In vielen Einrichtungen ist das WLAN auch außerhalb der Unterrichtszeiten aktiv, da Verwaltungs- und Sicherheitssysteme darauf angewiesen sind. Diese permanente Sendeaktivität direkt im Aufenthaltsbereich der Kinder ist aus baubiologischer Sicht besonders kritisch zu betrachten.

Tablets und mobile Endgeräte

Tablets und Laptops, die für den Unterricht genutzt werden, senden nicht nur über WLAN, sondern kommunizieren auch über Bluetooth mit anderen Geräten. Wolfgang Skischally erklärt, dass ein Klassenzimmer mit 25 gleichzeitig aktiven Tablets eine erhebliche hochfrequente Gesamtbelastung erzeugt. Jedes Gerät sendet unabhängig, und alle Signale überlagern sich im Raum. Hinzu kommt, dass Kinder die Geräte oft direkt auf dem Schoß oder unmittelbar vor dem Körper halten, was den Abstand zur Strahlungsquelle auf ein Minimum reduziert. Wellness Sanofit empfiehlt, zumindest für Zeiten ohne aktive Nutzung den WLAN- und Bluetooth-Betrieb der Geräte zu deaktivieren.

Interaktive Whiteboards und Präsentationstechnik

Interaktive Whiteboards und digitale Präsentationssysteme sind in modernen Klassenzimmern weit verbreitet. Wolfgang Skischally erklärt, dass diese Geräte nicht nur elektrische Felder durch ihre Netzteile erzeugen, sondern häufig auch kabellos mit dem Schulnetzwerk verbunden sind. Beamer und Projektionssysteme mit WLAN-Funktion tragen zusätzlich zur Gesamtbelastung im Raum bei. Die Summe all dieser Quellen ergibt eine elektromagnetische Umgebung, die sich von der eines einfachen Wohnzimmers mit einem einzelnen Router deutlich unterscheidet.

Was Eltern tun können

Eltern haben auf die Infrastruktur von Schulen und Kindergärten nur begrenzten direkten Einfluss. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Situation zu beeinflussen und das Bewusstsein für das Thema zu schärfen. Wolfgang Skischally empfiehlt folgende Schritte:

  • Das Gespräch mit der Schulleitung oder dem Elternbeirat suchen und das Thema sachlich einbringen
  • Professionelle Messungen der Belastungssituation in Klassenräumen anregen und gegebenenfalls selbst in Auftrag geben
  • Auf kabelgebundene Alternativen zu WLAN hinweisen, die in vielen Unterrichtssituationen genauso gut funktionieren
  • Darauf bestehen, dass WLAN in Unterrichtspausen und außerhalb der Schulzeiten abgeschaltet wird
  • Eigene Kinder für einen bewussten Umgang mit mobilen Geräten sensibilisieren
  • Zu Hause konsequent für Entlastung sorgen, indem der häusliche Schlaf- und Freizeitbereich so wenig wie möglich elektromagnetisch belastet ist

Wellness Sanofit unterstützt Eltern dabei, diese Schritte mit sachlichen Argumenten und Messdaten zu untermauern.

Möglichkeiten für Einrichtungen und Träger

Auch Bildungseinrichtungen selbst können die Belastungssituation verbessern, ohne auf digitale Bildung zu verzichten. Wolfgang Skischally beschreibt praxisnahe Ansätze, die in vielen Einrichtungen umsetzbar sind.

Kabelgebundene Infrastruktur als Alternative

LAN-Kabel übertragen Daten schneller und zuverlässiger als WLAN und erzeugen dabei keine hochfrequente Strahlung. Wolfgang Skischally erklärt, dass der Aufwand für eine kabelgebundene Infrastruktur zwar höher ist als das Setzen einiger Access Points, die langfristigen Vorteile aber erheblich sind. In Neubauten lässt sich eine solche Infrastruktur von vornherein einplanen, in Bestandsgebäuden können zumindest einzelne Räume mit kabelgebundenen Anschlüssen ausgestattet werden. Wellness Sanofit aus Widnau berät Einrichtungsträger bei der Planung solcher Konzepte.

Zeitgesteuerte Abschaltung außerhalb der Unterrichtszeiten

Eine einfache und kostenneutrale Maßnahme ist die zeitgesteuerte Abschaltung des WLANs außerhalb der Unterrichtszeiten. Wolfgang Skischally erklärt, dass viele Schulnetzwerke rund um die Uhr aktiv sind, obwohl nachts, an Wochenenden und in den Ferien keine Nutzung stattfindet. Eine automatische Abschaltung während dieser Zeiten reduziert die Gesamtbelastung erheblich, ohne den Betrieb zu beeinträchtigen. Diese Maßnahme erfordert lediglich eine entsprechende Konfiguration der vorhandenen Netzwerktechnik.

Digitale Bildung und Vorsorge – kein Widerspruch

Digitale Technologien sind aus modernen Schulen nicht mehr wegzudenken und bieten echte pädagogische Vorteile. Es geht nicht darum, die Digitalisierung von Bildungseinrichtungen zu stoppen, sondern sie vorausschauend und verantwortungsvoll zu gestalten. Kabelgebundene Alternativen, bedarfsgerechte WLAN-Nutzung und das konsequente Abschalten außerhalb der Unterrichtszeiten sind Maßnahmen, die wenig kosten und viel bewirken können. Die baubiologische Expertise von Wolfgang Skischally hilft dabei, die Belastungssituation in Bildungseinrichtungen objektiv zu erfassen und konkrete Verbesserungsschritte zu entwickeln – im Sinne der Kinder, die dort täglich lernen und wachsen.